Auch auf dem Stöcklin Areal – der abgewählte Basler Baudirektor Dr. Stutz genannt „Schattenbaudirektor“ ist im Verwaltungsrat der Stöcklin Logistik AG – entstehen zwei Hektaren Büro als Lärmriegel für zwei Hektaren Wohnen entlang der stark befahrenen Strasse. Die Behauptung, dass neue Wohnungen automatisch zu mehr Arbeitsplätzen am gleichen Ort führen, klingt zwar plausibel, aber kann man sich darauf verlassen? Zeigen nicht gerade die Hochhäuser am Bahnhof Pratteln – seit einigen Jahren steht dort ein Grossteil der Büroflächen unterhalb der Wohnungen leer – dass Wohnungen noch kein Garant sind für eine Nachfrage nach grossen Büroflächen?

Die Arbeitspendler aus der Agglomeration Richtung Basel sind die letzten zehn Jahre um mehr als zehn Prozent gestiegen, der Büro-Leerstand im Birstal ist ebenfalls gestiegen – trotz vielen neuen Einwohnern. Deshalb erstaunt es auch nicht, dass sich der Büro-Leerstand in den äusseren Quartieren von Basel und in den Vororten von 5 auf 15 Hektaren zwischen 2006 und 2019 verdreifacht hat.

Der Büro-Leerstand im äusseren Gürtel von Basel hat sich gemäss Studie der Credit Suisse zwischen 2006 und 2019 von 5 auf 15 Hektaren verdreifacht.

Manche Pensionskassen sind aufgrund mangelnder Investitonsmöglichkeiten gezwungen, auch Projekte mit hohem Leerstandsrisiko zu kaufen. Der Architekt Lampugnani hat diese Problematik in der NZZ vom 2.11.2019 folgendermassen beschrieben: „Seit der Wirtschaftskrise 2007 ist zum Nachlässigkeits-, Luxus- und Verschwendungsleerstand ein neues noch verheerendes Phänomen hinzugekommen: der Investitionsleerstand. Anleger, die nicht mehr wissen, wo sie ihr Geld investieren sollen, flüchten sich in Immobilien. Diese werden nicht gebaut, weil Bedarf besteht oder in Aussicht gestellt wird, sondern nur, weil Geld da ist, das irgendwo deponiert werden muss. Aus reinem Anlagenotstand heraus und an jeder Nachfrage vorbei werden bewusst Leerstände produziert.“

Wer trägt den finanziellen Schaden leerer Büroflächen? Schlussendlich zahlt der Bürger dieses Nullsummenspiel via Pensionskasse.

Auffällig: Das Stöcklin Areal wurde vor gut einem Jahr verkauft aber im Grundbuch wird der neue Eigentümer unterdrückt. Will man hier etwas verbergen? Und wenn ja, was?

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