Wohnen in Aesch Nord mitten im Industrie- und Gewerbegebiet: Ist das sinnvoll? Wird hier nicht das Gewerbe vertrieben? Und wenn ja, wohin?

2016 untersuchte die so genannte Birsstadt-Studie, welche Nutzungen sich in den verschiedenen Arealen der Birsstadt am besten  eignen. Erstellt wurde sie durch Fachleute der Metro AG. Zunächst stand in der Studie, Wohnungen sollten am besten entlang der S-Bahn-Linie gebaut werden, während Aesch Nord  für (flächenintensives) Gewerbe – auch für lärmige Handwerker mit Logistik – vorgesehen war. Im so genannten Mitwirkungsverfahren wurde dieses fachbasierte Gutachten dann allerdings abgeändert. Auf einmal sollte auch im Gewerbegebiet Wohnen möglich sein, dank so genannter Industrie 4.0. Worum es sich bei diesem Buzzword handelt, kann man auf Wikipedia nachlesen (leider nur auf Englisch). 

Daraus ergeben sich dann aber sofort mehrere Fragen. 

Handelt es sich bei der geplanten Nutzung tatsächlich um Industrie 4.0 oder wird das Buzzword nur genutzt, um die voraussehbare Fehlplanung zu kaschieren? 

Wieso wurde diese Studie im Nachhinein im Mitwirkungsverfahren abgeändert?

Mit von der Partie: Dr. Stutz – der abgewählte Baudirektor BS – fungiert als Experte in der Birsstadt-Studie und kauft sich nach der Studienänderung eine Fabrik in Aesch Nord. Auch er will Wohnungen mit Industrie 4.0/Büros auf seiner Parzelle bauen anstatt einen Gewerbepark für Handwerker. Wieso kauft er sich direkt nach der Studienänderung eine Fabrik im Gebiet? Gibt es da einen Zusammenhang oder ist das nur Zufall?

Gewerbe und Industrie soll weiterhin seinen Platz behalten in Aesch Nord gemäss Birsstadt-Studie aus dem Jahr 2016.

Laut den Unterlagen der Gemeinde Aesch zur Änderung des kommunalen Richtplan im Jahr 2017 sollte es eigentlich Platz fürs Gewerbe/Handwerk haben in Aesch Nord: „Vorstudien haben ergeben, dass für die künftige Entwicklung des Standorts ein Nutzungsmix aus wohnverträglichen Gewerbe- und Dienstleistungsflächen kombiniert mit Wohnungsnutzungen als tragfähiges Konzept erachtet wird. Dabei haben der Erhalt und Ausbau bestehender Arbeitsplatzflächen eine hohe Priorität. Neben Arbeitsflächen mit hoher Wertschöpfung werden auch die Ansiedlung handwerklicher Kleinbetriebe gleichermaßen Rechnung getragen.“

Ist dem wirklich so?

Ist Wohnen zwischen Industrie, Gewerbe, Logistik und Recycling Center wirklich möglich?

Im Screenshot zu sehen: Urs Hintermann – zurückgetretener Gemeindepräsident von Reinach – unterschreibt als Vorsitzender der Regionalplanungsstelle Birsstadt u.a. die Änderungen bezüglich dem Gebiet Aesch Nord.

 

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